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Bahnhof St.Fiden: Einmalige Chance nutzen

Eine Überdeckung gehört in den Masterplan

Für uns ist die Entwicklung des Masterplans für das Entwicklungsgebiet Bahnhof St.Fiden ein Schwerpunkt in der Stadtpolitik. Das Ergebnis der Testplanung, welches im Dezember 2017 vorgestellt wurde, zeigt uns spannende Möglichkeiten auf. Wir halten es jedoch für wichtig, dass eine Überdeckung von Bahnhof und Autobahn zumindest als Option in den Masterplan aufgenommen wird.

Dass alle Testplanerteams eine dichte Bebauung zwischen Autobahn und Bahn sowie zwischen Bahn und Bachstrasse sehen, findet unsere breite Zustimmung. Jedoch wurde seitens der Stadt stets vom Wunsch nach guter Aufenthaltsqualität entlang der Bachstrasse gesprochen, in den vorliegenden Vorschlägen ist davon aber wenig zu finden.

In diesem Areal
– auf engstem Raum rund um einen Bahnhof, mit einen Autobahnanschluss, dem grösstem Spital und dem wichtigsten Messgelände der Ostschweiz – nichts Bedeutendes entstehen zu lassen, wäre ein unverzeihlicher Fehler.

Es darf nicht sein, dass hier aufgrund eines schnellen Profits Chancen vertan werden. Im Detail lautet eine unserer beiden Hauptforderungen daher: Bahnhof, Einkaufszentrum und dessen Parkgarage mit Car-Sharing-Standort sind räumlich zu verbinden, im Idealfall bilden sie eine Einheit. Die Erschliessung durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) ist so direkt wie möglich von der Autobahn oder der Splügenspange zu gestalten, um ihn von den Wohnquartieren fernhalten zu können.

Der zweite zentrale Punkt ist die Überdeckung von Autobahn und Bahnhof. Dies könnte die Wirtschaft verteilt über einen längeren Zeitraum vielleicht sogar selber stemmen. Wenn für andere Autobahneinhausungen Bundesgelder fliessen können, warum nicht auch hier?
Auch wenn vorerst auf eine Deckel verzichtet würde, sein Bau gehört in der vollen Länge zwischen Splügenbrücke und Spinnereibrücke in den Masterplan, wenn auch in einer ersten Etappe nur ein Streifen realisiert würde. Die Option einer Realisierung muss offen bleiben.

Generell soll das Gebiet dicht und energieeffizient überbaut werden bei gleichzeitiger Freihaltung grossflächiger Grünanlagen mit Gewässeroffenlegungen. Das schliesst Hochhäuser nicht aus. Es versteht sich für uns von selbst, dass neue, direkte Verbindungen für den Langsamverkehr die angrenzenden Quartiere miteinander verbinden sollen.

Im Gebiet Bahnhof St.Fiden ist Raum für Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und auch für einen Medtech-Cluster zwischen Olma und Spital, meinen neben den Wirtschaftsverbänden auch wir.
Wir wünschen uns von allen Beteiligten, von der Stadt, von der SBB, der Migros sowie und allen anderen Grundeigentümern und Investoren eine effektiven Zusammenarbeit zum guten Gelingen eines Gesamtwerks,» sagen sie Grünliberalen abschliessend.

Ein Entwurf aus unseren Reihen zeigt eine mögliche Gestaltung dieses Gebiets auf. Mit diesem Denkanstoss wollen wir aufzeigen, was aus unserer Sicht möglich wäre.
Die Skizze zeigt eine Teilüberdeckung von Bahnhof und Autobahn von 150m Länge. Eine solche würde ca. 450 Millionen Franken kosten. Mit einer dichten Bebauung und öffentlichen Beiträgen könnte das gestemmt werden.
Mehr zu dieser Idee auf der Website des Verfassers: www.markustofalo.ch/vorwaerts/602-stfiden